Marktkommentar

Titelbild Marktkommentar und Preisindex

MARKTKOMMENTAR: Preisentwicklung von Solarmodulen

Hier finden Sie die komplette Sammlung aller Artikel zur Preisentwicklung von Solarmodulen sowie Kommentaren zur PV-Marktentwicklung, die ebenso in Fachzeitschriften wie zum Beispiel dem pv magazine oder der photovoltaik sowie auf Online-Plattformen wie dem Solarserver oder EUWID Energie veröffentlicht werden.

Die Überwachung der Preisentwicklung von Solarmodulen ist von entscheidender Bedeutung für Investoren, Hersteller und andere Akteure in der Solarenergiebranche. Ein fundiertes Verständnis der Markttrends ermöglicht es, Chancen optimal zu nutzen und richtungsweisende Entscheidungen zu treffen.

Als eine Möglichkeit, über die PV-Preisentwicklung und andere wichtige Trends informiert zu bleiben, bietet der pvXchange Solarshop einen monatlichen Marktbericht an. Dieser Bericht liefert regelmäßig aktualisierte Informationen und Analysen, um den Lesern ein umfassendes Bild des Solarmarktes zu vermitteln und sie bei ihren Entscheidungen zu unterstützen. Zusätzliche Informationen über die Entwicklung des PV-Marktes erhalten Sie zudem in unserem Photovoltaik-Preisindex.

Bild Martin Schachinger

PV-Experte Dipl.-Ing. Martin Schachinger

Managing Partner | Business Development

Gründer und Geschäftsführer Martin Schachinger beschäftigt sich seit bald 30 Jahren mit Photovoltaik. Seit 2008 erhebt er regelmäßig Modulpreise und schreibt Marktkommentare, die ihn zu einem gefragten Experten in der internationalen Solarbranche gemacht haben.


30.12.2025

Eine Binsenweisheit: nicht immer setzt sich das beste Produkt durch, oft genug ist es das wirtschaftlichste. Denn eine Entwicklung kann noch so gut, das dahinterstehende Konzept noch so durchdacht sein - wenn es dann niemand kauft, weil der Preis zu hoch oder die Handhabung zu umständlich ist, wird ein solches Produkt auf längere Sicht keine Chance haben. Ich will damit aber nicht behaupten, dass immer das billigste im Markt erhältliche Produkt das Rennen macht. Bei Solartechnik ist es die Ausgewogenheit zwischen Preis, Qualität und Handhabung, die einen Artikel zum Verkaufsschlager macht. Immerhin wird eine Photovoltaik-Anlage für einen Nutzungszeitraum jenseits der 20 Jahre geplant und gebaut.

26.11.2025

Neulich tauschten sich in einem Internetforum wieder einmal potenzielle Photovoltaik-Anlagenbetreiber aus. Die traurige Gemeinsamkeit hier: alle waren auf einen betrügerischen Installationsbetrieb hereingefallen, der Endkunden und Investoren mit günstigen Angeboten und traumhafter Rendite lockte. Nach einem ersten Vorort-Beratungstermin wurden jeweils ein Kaufvertrag mit dem Opfer unterzeichnet und eine hohe Vorauszahlung kassiert. Wenn die Käufer Glück hatten, wurden wenigstens noch die benötigten Komponenten zeitnah geliefert. In manchen Fällen wurde die Installation der DC-Seite, also vor allem die Dachmontage der Solarmodule bereits begonnen, aber letztendlich nie fertiggestellt. In keinem der Fälle war die Montage fachgerecht ausgeführt oder irgendeine der Arbeiten abgeschlossen.

21.10.2025

Kaum etwas wird in der Branche aktuell kontroverser diskutiert als das Thema, wohin der nationale und der internationale Photovoltaik-Markt, die Energiewende und unser Weg zur Einhaltung der Klimaziele insgesamt in naher Zukunft steuern wird und wie die inkonsistenten Signale aus der Politik zu deuten sind. Einig sind sich alle aber darin, dass sich etwas verändern muss und wird. Ob dies zugunsten oder eher entgegen dem weiteren zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien verlaufen wird, kann momentan noch nicht mit Gewissheit bestimmt werden. Ein näherer Blick darauf folgt weiter unten im Text.

21.08.2025

... das verschiebe nicht auf morgen! - Dieser Appell richtet sich gleichermaßen an Photovoltaik-Interessenten wie an Installateure und Planer. Er lässt sich einerseits dadurch begründen, dass wir im August nochmals einen Preisverfall gegenüber dem Vormonat zu verzeichnen haben und damit nach Dezember 2024 wieder einen historischen Tiefststand bei den Modulpreisen erreicht haben. Fast alle Technologieklassen liegen auf oder unter dem Wert zum Jahreswechsel. Das, obwohl der Effizienzwert bei der Klassenunterscheidung zwischen Mainstream- und High-Efficiency-Modulen um einen halben Prozentpunt nach oben korrigiert werden musste.

18.07.2025

Würde man den Modulpreisen eine Identität mit eigener Willensbildung zuschreiben, so könnte man in diesem Monat von einer vielleicht richtungsweisenden Entscheidung sprechen. War im letzten Monat von mir noch die Rede von unklaren Tendenzen im Modulmarkt und von nur marginalen, eher unambitionierten Bewegungen, so ergibt sich mittlerweile ein deutlicheres Bild. Den Preisen war die Luft weiter oben scheinbar zu dünn, daher haben sie sich entschieden zu fallen, könnte man dementsprechend feststellen. Betrachtet man die akuten Gründe dafür und auch das weitere Marktumfeld, in dem wir uns gerade befinden, könnte sich die Bewegung zu einem längerfristigen Trend ausweiten.

23.06.2025

Auch in diesem Monat gibt es keine ernstzunehmende Bewegung im Modulmarkt - weder in die eine noch in die andere Richtung. Für die Preise bedeutet das eine nur leichte Korrektur nach unten, allein durch die in den vergangenen Wochen abgeflaute Nachfrage, die zu etwas höheren Lagerbeständen bei den Lieferanten geführt hat. Um den Verkauf anzukurbeln, wurden die Modulpreise hier und da um einen halben bis einen Cent pro Wattpeak gesenkt. Das alles geschieht aber nur sehr punktuell und kann im nächsten Monat schon wieder zurückgenommen werden.

22.05.2025

Die Erholung der Modulpreise im Anschluss an die rasante Talfahrt in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres kommt offenbar schon wieder zum Erliegen. In den letzten Wochen hat sich nämlich nicht mehr viel getan. Zwar haben einige Großhändler die Preise für hocheffiziente Module in ihren Shops nochmals leicht nach oben korrigiert - ein Zeichen dafür, dass der Nachschub im Moment noch immer schleppend ist, für einen eindeutigen Preistrend sind die Änderungen aber zu marginal. So werden die meisten Marken immer noch knapp unter oder in etwa auf Produktionskostenniveau gehandelt. Prognosen auf Basis der erwarteten Marktentwicklung in China deuten aber schon wieder auf ein Absinken der Preise aufgrund einer drohenden Überproduktion in der zweiten Jahreshälfte hin. Dies wird viele Hersteller unter Druck setzen und vermutlich zu einer weiteren Konsolidierungswelle in der Solarindustrie führen - nicht nachhaltig.

29.04.2025

Auch im April sind die Preise für Solarmodule in Europa wieder leicht angestiegen, was aber nur einem bereits Anfang des Jahres erwarteten und angekündigten Trend entspricht. Bemerkbar macht sich der Preisanstieg vor allem bei hocheffizienten Modulen mit unterschiedlichen Rückseitenfolien, da es im Bereich der niedrigeren Leistungsklassen (Mainstream) kaum noch Angebote gibt. Gerade bei den Großhändlern sind diese Produkte durch die Abverkäufe der vergangenen Monate weitestgehend aus den Lagern verschwunden. Module für große Dachanlagen oder Freiflächenprojekte, welche ebenfalls noch in diese Technologieklasse fallen, sind schon seit längerem nur auf Bestellung verfügbar. Vereinzelt kommen noch große Mengen aus Lagerräumungen auf den Markt, die aber aufgrund ihres Alters im Wesentlichen die Preisentwicklung der Low-Cost-Sparte beeinflussen.

31.03.2025

Erneut sind Solarmodule in diesem Monat im Handel und im Spotmarkt teurer geworden, allerdings mit etwas verminderter Geschwindigkeit. Alle Leistungsklassen legten im Schnitt 0,5 Eurocent pro Wattpeak zu. Dieser Trend ist sowohl im klassischen Modulgroßhandel, als auch auf den diversen Online-Handelsplattformen zu erkennen. Es bleibt abzuwarten, ob es sich hier um eine längerfristige Entwicklung handelt oder der Preisanstieg im nächsten Monat wieder zum Erliegen kommt. Immerhin hat sich die Verknappung insbesondere bei den hohen Leistungsklassen weiterhin bestätigt. Neue Lieferungen seitens der Hersteller verzögern sich, so dass sich deren Kunden zunehmend im Spotmarkt umschauen und bedienen müssen. Hier sind bestimmte Produkte noch ab Lager zu haben - der Preis wird sich bei gestiegener Nachfrage jedoch schnell nach oben anpassen.

27.02.2025

Nachdem sich die Modulpreise zu Jahresbeginn noch weitestgehend seitwärts bewegten, ist in diesem Monat zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren ein Aufwärtstrend erkennbar. Dies betrifft alle Technologieklassen, einschließlich der High Efficiency Module. Allein hier ist die Bewegung so klein, dass sie sich noch nicht in der Preiskurve bemerkbar macht. Dies dürfte sich aber sehr bald ändern. Es gibt mittlerweile nur noch sehr wenige Modulkontingente im Markt, bei denen die Devise lautet: "Alles muss raus!". Die bereits angekündigte künstliche Verknappung durch Herunterfahren der Produktion zeigt langsam Wirkung. Viele der höheren Modulleistungsklassen werden zunehmend knapp, Nachschub ist in absehbarer Zeit nicht in Sicht.

24.01.2025

Zuerst die gute Nachricht: Kurz nach dem Jahreswechsel hat sich bei den Modulpreisen noch nicht viel getan, weder bei den Produkten mit sehr hohen Wirkungsgraden (High Efficiency), noch bei den anderen Modulklassen. Auch bei den Werten der im Januar in den Preisindex wiederaufgenommenen Module mit rein schwarzem Erscheinungsbild (Full Black) ist bestenfalls eine Seitwärtsbewegung erkennbar. Die in der untenstehenden Grafik und im Preisbarometer am Ende des Artikels erkennbaren Aufwärtsbewegungen bei den unteren Preisklassen sind in Teilen der aktualisierten Klassenunterteilung geschuldet. Aufgrund der technologischen Weiterentwicklung ist die Grenze zwischen High Efficiency und Mainstream-Modulen ab sofort bei 22,5 Prozent zu finden - mehr dazu weiter unten im Text.

19.12.2024

Im letzten Monat des Jahres mussten die Werte im Modulpreisindex zwar abermals ein wenig nach unten korrigiert werden, aber die Kurven flachen merklich ab. Zwar gibt es bei allen Modulklassen kaum noch Luft nach unten, aber offenbar noch Lagerbestände bei Herstellern und Händlern, die unbedingt vor dem Jahreswechsel noch raus müssen, um aus den Büchern gestrichen werden zu können. Man möchte mit möglichst leeren Lagern ins neue Jahr starten, daher kursieren weiterhin Angebote mit absurden Kampfpreisen, die schon lange nichts mehr mit dem wahren Wert der feilgebotenen Ware zu tun haben. Ob diese Strategie so schlau ist, werden wir spätestens in ein paar Wochen sehen, wenn der Markt nach der Weihnachtspause wieder anzieht.