Marktwissen

Unser Geschäftführer Martin Schachinger schreibt jeden Monat einen persönlichen Marktkommentar, der in Fachzeitschriften wie zum Beispiel dem pv magazine oder der photovoltaik, sowie auf Online-Plattformen wie dem Solarserver oder EUWID Energie veröffentlicht wird. Hier finden Sie die komplette Sammlung aller Artikel.

Schon wieder haben die meisten Modulhersteller ihre Preise nach oben angepasst. Dies ist nun schon die dritte oder vierte Preiserhöhung innerhalb der letzten 6 Monate und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Aber warum gelingt es nicht, eine langfristige und nachhaltige Entwicklung des globalen Solarmarktes zumindest von Seiten der Produzenten zu gewährleisten? Welche Faktoren führen immer wieder dazu, dass Angebot und Nachfrage so stark auseinanderlaufen? Von keiner anderen Branche kenne ich eine derart turbulente Entwicklung, ein ständiges Pendeln zwischen Überangebot und Engpass, zwischen Preisverfall und Preissteigerung - immer bis hin zu einem Markteinbruch. Die Planungssicherheit ist - einmal mehr - zum Teufel. Projektierer und Investoren können ihre Pläne für die Errichtung von mittleren bis großen Anlagen, zumindest wenn sie nicht schon langfristig vorgesorgt haben, in der Schublade verschwinden lassen, bis sich Modulpreis und -verfügbarkeit wieder normalisiert haben - mit etwas Glück noch in diesem Jahr!

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Über das Thema der Abmessungen im Zusammenhang mit einer voranschreitenden Entwicklung bei den Zell- und Modultechnologien philosophierte ich bereits vor einigen Monaten. Nun, die Dichte und Schnelligkeit von Produktgenerationswechseln seitens der Hersteller erhöht sich weiter - momentan gibt es kaum ein Format, welches länger als ein paar Monate verfügbar ist, bevor schon wieder ein überarbeitetes Produkt auf den Markt geworfen wird. mehr ...
Die Solarindustrie, sowie alle mit ihr verbundenen Akteure verstehen sich ganz überwiegend als Freunde und Beschützer des Klimas, der Menschheit an sich und damit natürlich auch als Verfechter von Demokratie und Menschenrechten. Selbst größere chinesische Konzerne geben gleichlautende Statements ab, zumindest wenn sie an westlichen Börsen notiert sind. mehr ...
Es gibt immer Gewinner und Verlierer - des einen Freud ist des anderen Leid. Betrachtet man das vergangene Jahr, so sind die Akteure innerhalb der Solarbranche sicherlich eher auf der Gewinnerseite gelandet, wohingegen die Tourismussparte zu den größten Verlierern der Pandemie gehört. Aber auch innerhalb der Regenerative-Energien-Branche gibt es beide Extreme. mehr ...
Danke wofür - Danke für Nichts? So hart will ich mich ausnahmsweise einmal nicht ausdrücken. Das Jahr hatte neben dem ganzen Krisengeschehen auch ein paar gute Impulse und Entwicklungen für uns im Angebot. Welche das sind, möchte ich im zweiten Teil meines Jahresrückblicks beleuchten, sowie einen kleinen Ausblick auf die kommenden Monate geben. mehr ...
Was klingt, wie eine Zeile aus einem deutschsprachigen Popsong, soll meinen diesjährigen Jahresrückblick einleiten, denn im Frühjahr war die Welt für uns alle im Wesentlichen noch in Ordnung. Was dann jedoch folgte, war nicht nur eines der wärmsten Jahre seit Aufzeichnung der globalen Temperaturen, sondern insgesamt das verrückteste der letzten Jahrzehnte. Ich werde in diesem und im nächsten Monat einen Blick auf die Entwicklung des deutschen und europäischen Photovoltaikmarktes im Zeichen von Pandemie und Klimakrise werfen, vor allem aber auch auf die Kapriolen, die uns hierzulande dank eines bestehenden und zu novellierenden Erneuerbare-Energien-Gesetzes immer noch beschäftigen. mehr ...
Bis zu 15 Prozent aller Erneuerbare-Energien-Projekte in Europa könnten durch die Corona-Krise verzögert oder storniert werden, warnte unlängst die bekannte Unternehmensberatung McKinsey. Finanzielle Probleme und Kurzarbeit hielten viele Unternehmen trotz zahlreicher Konjunkturprogramme davon ab, in neue umweltfreundliche Technologien und Energieerzeugungsanlagen zu investieren. Auch auf die Energiemärkte selbst wirke sich die Pandemie negativ aus. Dauerhaft gesunkene Rohstoffpreise machten die Nutzung konventioneller Energien attraktiver und den Ausbau erneuerbarer Energien unpopulärer. mehr ...
In Anlehnung an die vielbeachteten Videos des Youtube-Stars Rezo, "Die Zerstörung der CDU" (2019) und "Die Zerstörung der Presse" (2020), greife ich beim wichtigen Thema der anstehenden EEG-Novelle auch zum Stilmittel der Übertreibung und verwende bewusst diese harte Formulierung. Man kann nämlich die Konsequenzen eines unambitionierten EEG-Entwurfs, wie er vor Kurzem von der Bundesregierung vorgelegt wurde, gar nicht drastisch genug schildern - für die Zukunft der Solarbranche in Deutschland wie auch unserer Zivilisation. mehr ...
Von Mitte Juli zu Anfang August haben die Preise - vielleicht ein letztes Mal in diesem Jahr - auf breiter Front nachgegeben. Die Anzeichen verdichten sich nämlich, dass der Preisverfall der vergangenen Monate bald ein Ende haben wird. Für das 4. Quartal kündigen fast alle Hersteller Preiserhöhungen im Bereich von 1 bis 2 Cent pro Watt an oder geben bereits angepasste Preislisten aus. Wer allerdings glaubt, momentan noch preiswerte Module in beliebigen Mengen zur kurzfristigen Lieferung einkaufen zu können, der dürfte enttäuscht werden. mehr ...
Bereits im März 2019 berichtete ich erstmals von der vom Modulhersteller Hanwha Q-Cells auf 3 Kontinenten eingereichten Patentrechtsklage gegen die Konkurrenten Longi Solar, JinkoSolar und REC. Damals war noch nicht klar, ob die Klage überhaupt zugelassen wird und was genau sie bezweckt. Etwas mehr als ein Jahr später kam es nun zu ersten Urteilen. Diese fielen in den USA gegen, in Deutschland jedoch zugunsten der Klägerin aus. Das Landgericht Düsseldorf hatte die unrechtmäßige Nutzung der patentierten Technologie durch die Konkurrenten in erster Instanz bestätigt. mehr ...
Nachdem die Corona-Krise zumindest dem deutschen Solarmarkt nicht besonders viel anhaben konnte, scheinen nun auch die letzten Hürden niedergerissen zu sein, die einem dringend benötigten Photovoltaikboom im Wege stehen. Am 18. Juni in den Abendstunden war es endlich soweit - der deutsche Bundestag beschloss die Streichung des 52-Gigawatt-Deckels für die Photovoltaik aus dem EEG. Zwar fehlte noch die gleichlautende Bundesratsentscheidung, doch die ist in der Regel reine Formsache. Dennoch reagierte die Branche noch verhalten auf die guten Neuigkeiten. mehr ...
Vor einigen Monaten stellte ich in meiner Analyse die Frage: Erobern jetzt bifazialen Module den Markt? Ein anderes Mal gab ich zu bedenken, dass es einen Generationswechsel zwischen Vollzellen- zu Halbzellenmodulen gibt. Nun, beide Trends scheinen Vorboten dessen gewesen zu sein, was aktuell an technologischer Weiterentwicklung im Gange ist. Fortschritt will ich es nicht direkt nennen, da die von den großen asiatischen Herstellern getriebene Entwicklung durchaus auch kritische Punkte beinhaltet, aber dazu später. mehr ...