Marktwissen

Unser Geschäftführer Martin Schachinger schreibt jeden Monat einen persönlichen Marktkommentar, der in Fachzeitschriften wie zum Beispiel dem pv magazine oder der photovoltaik, sowie auf Online-Plattformen wie dem Solarserver oder EUWID Energie veröffentlicht wird. Hier finden Sie die komplette Sammlung aller Artikel.

Die Modulpreise haben sich in diesem Jahr wohl endgültig stabilisiert, zeigen sogar einen leichten Trend zum Fallen. Ob die Abwärtsbewegung anhält hängt im Wesentlichen davon ab, wie sich die Nachfrage in den kommenden Monaten entwickelt. Momentan ist sie den Lagerbeständen geschuldet, die sich nach und nach aufgebaut haben und bis zum Jahresende möglichst wieder abgebaut werden sollen, notfalls durch weitere Preisnachlässe. Ganz anders sieht es hingegen bei den übrigen Komponenten einer Photovoltaikanlage aus, wo immer noch keine Normalisierung der Lieferketten in Sicht ist. Ein zu großer Lieferstau muss bei vielen noch abgebaut werden, so dass sich das Chaos bis in die ersten Monate des kommenden Jahres hinziehen dürfte. Auch kündigen einige der großen Wechselrichter- und Speicherhersteller schon wieder Preiserhöhungen an - die dritte oder vierte in Folge innerhalb von weniger als 12 Monaten.

mehr ...

Die Stabilität und Zuverlässigkeit der Energieversorgung ist in diesen Zeiten ein beherrschendes Thema in der Politik und in der Öffentlichkeit. Noch wird den regenerativen Energien keine tragende Säule unseres Energiesystems zugetraut. Zwar sind sich alle einig, dass wir innerhalb der nächsten Jahrzehnte die Transformation zu einer CO2-freien Energieversorgung schaffen müssen, allein über den Weg dahin wird noch leidlich gestritten. Solar- und Windkraft seien zu unstet und unkalkulierbar, um auf ihnen eine einhundertprozentige Versorgungssicherheit aufzubauen - Speichertechnologien müssen her. Und weil elektrochemische Energiespeicher viel zu teuer und ohnehin niemals leistungsfähig genug sein werden, träumen viele noch von einem wasserstoffbasierten Energiesystem der Zukunft oder gar von einem Durchbruch in der Kernfusionsforschung. Doch auch dabei gibt es noch viele möglicherweise unüberwindbare Hürden.

mehr ...

Die Preise für Solarmodule sind in diesem Monat zum ersten Mal seit Februar dieses Jahres wieder etwas gesunken. Die Gründe dafür sind vielfältig. Einerseits bremst die Wechselrichter-Knappheit beziehungsweise die schlechte Verfügbarkeit elektronischer Bauteile den weiteren schnellen Zubau von Photovoltaik-Anlagen. Die Errichter haben ihre Lager voller Module, können diese aber nur eingeschränkt verbauen, wenn die zügige Fertigstellung der Gesamtanlage nicht gesichert ist. Weitere Module können sie bis auf Weiteres nicht gebrauchen und versuchen daher, die anstehenden Lieferungen möglichst weit hinauszuzögern. So bleiben die Großhändler und Hersteller auf Teilen ihrer Produkte sitzen, die sie dann versuchen müssen, anderweitig und gegebenenfalls mit Preisnachlass in den Markt zu bringen.

mehr ...

Gut, eine Photovoltaikanlage ist vielleicht nicht für die Ewigkeit gebaut, sie muss ihren Dienst jedoch für eine sehr lange Zeit möglichst störungsfrei tun. Eine regelmäßige Kontrolle der Installation ist daher die Grundvoraussetzung für den wirtschaftlichen Betrieb. In vorangegangenen Artikeln wurde ja bereits auf visuelle Bewertungsverfahren auf Modulebene und deren Wichtigkeit eingegangen. Dieses Mal stehen weitergehende messtechnische Untersuchungen im Fokus. Zunächst aber noch ein paar Worte zur aktuellen Marktsituation und Preisentwicklung bei Solarmodulen.

mehr ...

Jetzt ist es schon ein paar Wochen her, dass die deutsche Bundesregierung das lange angekündigte sogenannte Osterpaket verabschiedet hat. Es handelt sich um eine Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) mit weitreichenden Änderungen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland beschleunigen sollen. Viele Institutionen und Verbände haben sich bereits öffentlich dazu geäußert, die Maßnahmen gelobt oder Kritik geübt. Insgesamt überwiegt aber das Lob, denn es sind viele Verbesserungen und Vereinfachungen für zukünftige Investoren und Betreiber enthalten - zumindest in der Theorie.

mehr ...

Wir in der Solarbranche sind ja manche Verrücktheiten gewöhnt. Bei uns ist nicht das kalkulierbare Business die Regel, sondern eher die Ausnahme. Üblicherweise müssen wir uns mit allerlei Unwägbarkeiten abfinden und arrangieren - chaos as usual. Wer das durch jahrelanges Training gut beherrscht, der wird sein Unternehmen vermutlich auch durch diese unruhigen Zeiten manövrieren. Dennoch muss ich feststellen: so verrückt wie im Moment war der Photovoltaikmarkt schon lange nicht mehr. Alle Preise steigen stetig, nur die von Solarmodulen nicht mehr. Woran das liegt, das erkläre ich weiter unten.

mehr ...

Der Titelspruch passt zwar auch in Teilen zur aktuellen Marktentwicklung, eigentlich möchte ich damit aber eine Anpassung der Preisklassen im Index ankündigen. Durch die fortschreitende Entwicklung bei den Zelltechnologien und Zellformaten, insbesondere in Bezug auf die immer höheren Modulwirkungsgrade, ist eine Neuordnung notwendig, um spezifische Preisentwicklungen in Zukunft präziser abbilden zu können. Dazu aber mehr im weiteren Verlauf des Marktkommentars. Zunächst müssen wir die in der Summe doch dramatisch zu nennende Marktsituation bei Modulen, aber ganz besonders bei Wechselrichtern und Energiespeichern beleuchten.

mehr ...

Die Modulpreise im Index müssen einmal mehr nach oben korrigiert werden. Leider ist über alle Technologien und Herstellungsregionen hinweg keine Entspannung in Sicht. Noch viel wichtiger als die Frage, wie teuer Solarmodule im April sind, ist aber das Thema Verfügbarkeit. Da spitzt sich die Lage nämlich immer weiter zu. Waren die Modulverfügbarkeit und die angekündigten Lieferzeiten bisher noch weitestgehend akzeptabel und im Rahmen, laufen wir nun langsam aber sicher in einen neuen Engpass hinein. Hier sind es aber weniger die Hauptbestandteile eines Moduls wie Solarzellen oder Glas, die uns in Zukunft zu schaffen machen, nein es sind die vermeintlichen Nebensächlichkeiten - Anschlussdosen, Stecker, Einbettungsmaterial. Ohne diese Komponenten lassen sich natürlich auch keine Panele produzieren. Auf Basis der Beschaffungsprobleme diverser Hersteller, sowie der insgesamt gestörten Logistikketten können wir uns alle auf Lieferverzögerungen und Ausfälle in naher Zukunft gefasst machen.

mehr ...

Was ist nur los mit der Welt, was ist los mit uns Menschen? Offenbar reicht es uns nicht, uns mit einem globalen Notstand zu beschäftigen, wir brauchen zwei, nein drei Krisen gleichzeitig! Als ob die drohende Klimakrise nicht schon genug Herausforderung wäre und es nicht ausreicht, dass uns die Corona-Krise noch immer fest im Griff hat - nun also seit Wochen eine neue weltweite Krise in der Ukraine, die unseren Alltag und die internationalen Märkte beeinflusst. Mittlerweile ist es beinahe unmöglich geworden, auch nur einigermaßen zuverlässige Prognosen zur zukünftigen Entwicklung von Modul- und Rohstoffpreisen, Verfügbarkeiten und der Funktionsfähigkeit von Lieferketten zu machen. Man kann anhand der zur Verfügung stehenden Informationen nur mutmaßen, dass letztere tendenziell immer schlechter und daher die Preise zwangsläufig steigen werden. Immerhin ist eines weitestgehend sicher: wir brauchen die erneuerbaren Energien in zunehmendem Maße, so dass die Nachfrage nicht nachlassen, sondern eher kontinuierlich steigen wird. Wie gut diese steigende Nachfrage jedoch in Zukunft zu bedienen ist, das kann momentan niemand mit Sicherheit sagen.

mehr ...

Bei den Modulpreisen scheint der Drei-Jahres-Peak nun überschritten zu sein. Wie die Corona-Zahlen in Deutschland, so sinken auch die Preise, insbesondere für Projektmodule langsam, aber kontinuierlich wieder. Bei größeren Abnahmemengen können Module der Leistungsklassen oberhalb 400 Watt vereinzelt durchaus wieder unter der 26-Eurocent-Marke gebucht werden. Die Lieferung erfolgt dann in der Regel frühestens ab April oder Mai, denn kurzfristig verfügbare Ware, die noch zu höheren Kosten produziert und transportiert werden musste, wird momentan auch noch zu deutlich höheren Preisen gehandelt. Das ist der Grund, warum der Preisindex diese Entwicklung noch nicht richtig abbildet. Hier bewegen wir uns bei den leistungsstarken Modultypen noch im Bereich deutlich oberhalb 30 Eurocent pro Wattpeak. Der Preisanstieg der vergangenen Monate ist zwar zum Stillstand gekommen, ein echter Abwärtstrend ist zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht erkennbar.

mehr ...

Mangelware, Mangelwirtschaft, Wartezeiten, Organisieren, Improvisieren - unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem ehemaligen Ostblock kennen diese Begriffe nur allzu gut. In der sozialistischen Planwirtschaft herrschte Mangel an fast allem, was in der heutigen Konsumgesellschaft jederzeit verfügbar ist. Erst seit der Wende und der damit verbundenen Maueröffnung in Deutschland Ende der 1980er Jahre wendete sich auch für Bürger der ehemaligen DDR das Blatt. Plötzlich war alles vermeintlich im Überfluss vorhanden, konnte überall und zu jeder Zeit erworben werden. In vielen Branchen wurde sogar mehr produziert, als innerhalb des Verfallsdatums verbraucht werden konnte, die Marktpreise purzelten. So gerieten auch die Themen Sparsamkeit, Vorratshaltung und Reparatur statt Neukauf zunehmend in Vergessenheit - Tugenden und Verhaltensweisen, die zumindest in der Mitte des letzten Jahrhunderts auch in Westeuropa durchaus noch anerkannt waren.

mehr ...

Wenn die Modul- und Zubehörpreise hoch sind, so dass sich Neuinstallationen zunehmend nicht mehr lohnen, rückt das Thema Bestandsanlagensanierung und -optimierung wieder in den Fokus. Es zeichnet sich zwar langsam ein Ende der nach oben gerichteten Preisschraube ab - nur noch die Kosten für schwarze Module und Module mit hoher Effizienz stiegen wenige Prozentpunkte - von einer Stabilisierung oder einem Sinken der Preise kann aber noch nicht die Rede sein. Wie bereits prognostiziert, kamen in den letzten Wochen einige, teils großvolumige Restkontingente auf den europäischen Markt. Diese waren jedoch auch schnell wieder vergriffen, nachdem sich unter anderem die großen Systemhäuser nochmals die Lager vollgemacht hatten, um für das nächste Quartal auf der sicheren Seite zu sein. Zwar werden die Modulpreise für den Moment wohl nicht mehr weiter steigen, die Produktionen der großen Hersteller sind aber schon wieder für Monate ausgebucht, so dass die kurzfristige Verfügbarkeit für neue Bestellungen nicht gegeben ist.

mehr ...